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Seit einem halben Jahr ist die Bio Schwand AG an der Schwand in Münsingen tätig. Allmählich verändert sich damit auch das Gesicht der Schwand in Richtung Bio Schwand. Mit einem hohen Anspruch an Qualität und Kontinuität.
Der Schaugarten und die Saatgutproduktion der Sativa Genossenschaft sind zu einer Augenweide geworden, die bei Besucherinnen und Spaziergängern sehr viel Wertschätzung erntet. Die Produktionsküche der Vatter Gastro AG arbeitet zwar im Soussol, wird aber augenfällig fast täglich vom Biogrossisten Horai mit Bio- und Demeter-Frischprodukten beliefert, bietet werktags einen Mittagstisch an und kocht für Veranstaltungen und Schulen. Fachkurse, Weiterbildungsveranstaltungen, Versammlungen und Tagungen für Biobäuerinnen und Biobauern haben grossen Andrang, weil der Standort Schwand viele Interessierte anspricht. Was in der Bioszene Rang und Namen hat, hat an der Bio Schwand schon getagt.
Rahmenvertrag und Umzonung
Diese Dynamik konnte sich bereits während der Übergangsphase entwickeln, in der die Bio Schwand AG die leer stehenden Gebäude gemäss Rahmenvertrag in Gebrauchsleihe nutzt. Diese Phase dauert noch bis zum Kauf der nicht-landwirtschaftlichen Gebäude im Baurecht durch die CoOpera Sammelstiftung PUK, die sie dann der Bio Schwand AG als Ganzes vermieten wird, wie es der Rahmenvertrag vorsieht. Doch das wird erst möglich sein, wenn die Gemeinde Münsingen den Zonenplan für das Schwand-Areal geändert haben wird. Dieses Umzonungsverfahren ist im Gang, der Abschluss hängt aber noch von Verhandlungen ab, die Kanton und Gemeinde zu führen haben. Die Bio Schwand AG steht in diesem Geschäft mit den Münsinger Behörden in gutem Kontakt und stösst auf wohlwollendes Interesse für die Anliegen des Bio Schwand-Projektes.
Im Rahmenvertrag ist ebenfalls die Zukunft des 55 Hektaren grossen Landwirtschaftsbetriebes geregelt. Die Pächtergemeinschaft, die den Hof derzeit bewirtschaftet, wollten zuerst mit Bio Schwand zusammenarbeiten. Doch neue Überlegungen der Pächter führten dazu, dass der Kanton der Bio Schwand AG den Auftrag erteilte, neue Pächter zu suchen.
Pächter für den Schwand-Hof
Die Bio Schwand AG schrieb die Pacht Ende des letzten Jahres aus und berief eine Jury ein, von der sie sich beraten liess. Es wurden interessante Bewerbungen von kompetenten Bauern eingereicht. Eine der grössten Schwierigkeiten war offenbar jedoch, in der kurzen Zeit, die zur Verfügung stand, eine für die Bewirtschaftung geeignete Gemeinschaft aufzubauen.
Die Jury machte ihren Vorschlag anhand vorgegebener Kriterien und hatte damit ihre Aufgabe erfüllt. Bio Schwand kam zu einem anderen Entscheid. Wie häufig (beispielsweise bei Architekturwettbewerben) müssen die rechtlich Verantwortlichen weitere Gesichtspunkte in ihre Überlegungen einbeziehen. Den Pachtvertrag, den sie eingehen, muss sich während Jahren oder gar Jahrzehnten bewähren. Bio Schwand setzt dabei auf Kontinuität und Qualität, auf Entwicklung aus dem Bestehenden heraus und auf enge Zusammenarbeit mit Nachbarbetrieben. Detaillierte Informationen hierzu folgen.
Cohabitation an der Schwand
Inzwischen hat sich an der Schwand mit den verschiedenen Nutzern ein Alltag entwickelt. Vatter kocht, Sativa gärtnert, die kantonale Verwaltung verwaltet, der Therapiehof führt auf seinen Isländer-Pferden Behinderte aus.
Alte und neue Aktivitäten sind mit- und nebeneinander zu Gast, und auch hier setzt Bio Schwand auf Qualität und Kontinuität. Wenn die Feuerwehr eine Woche lang an der Schwand Führungsleute ausbildet, so hat dies Tradition. Dass ihnen zum Znüni, Zmittag und Zvieri biologische Vollwertkost aus der Vatter-Küche angeboten wird, kann eine neue Erfahrung sein. Wenn Bio Suisse mit über 100 Teilnehmenden eine Strategietagung durchführt, ist es eine Wegmarke für die zukünftige Schwand – mit Tradition: wie nach der Gründung der Landwirtschaftsschule 1913 wird an der Zukunft der Landwirtschaft in unserem Land gebaut.
Räume nach Mass
Wer einen Raum an der Schwand für ein Fest oder eine Veranstaltung sucht, hat manchmal einen Parcours durch das grosse Angebot an unterschiedlichsten Räumen zu absolvieren. Soeben zum Beispiel etwa so geschehen: Zuerst landet der Kunde bei der Zentrale der Kantonsverwaltung. Von dort wird zum Geschäftsführer von Bio Schwand weitergewiesen. Dieser reserviert ihm schon einmal den Esssaal, stellt dann aber beim Besichtigungstermin fest, dass das Wöschhüsli (kleiner und besser eingerichtet) oder der Viehdemo-Raum (grösser) wohl besser geeignet wäre. Diese beiden Räume stehen derzeit noch unter anderer Administration. So entstehen Kontakte und freundnachbarliche Beziehungen auf dem Schwand-Areal, im besten Wortsinn eine Cohabitation verschiedenster Bedürfnisse und Kulturen.
Räume à la carte für Ihre Veranstaltung
Veranstaltungen an der Schwand
Es würde uns sehr freuen, wenn Sie uns besuchen und die Bio Schwand in Augenschein nehmen. Das könnte zum Beispiel im Rahmen einer der folgenden Veranstaltungen sein:
Donnerstag 14. Juni, 18.30 Uhr Führung durch den Sortengarten der Sativa Genossenschaft. Setzlingsmarkt und Führungen haben bisher grossen Anklang gefunden. Weitere Führungen.
Sonntag 24. Juni, 11.00 bis 16.00 Uhr Jubiläumsbrunch beim Therapiehof anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung Therapiehof.
Sonntag 8. Juli, ab 10.00 Uhr Jubiläums-Hauptversammlung und Feier zum 70-jährigen Bestehen des Vereins für biologisch-dynamische Landwirtschaft.
Weitere Veranstaltungen
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