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Die kantonale und nationale Ausstrahlung von Bio Schwand wurde in der Fragestunde vom 12. Juni 2007 des Grossen Rats des Kantons Bern diskutiert. Regierungsrat Andreas Rickenbacher beantwortete die Fragen von Grossrat Paul Messerli.

Paul MesserliPaul Messerli, Grossrat (SVP), Kirchdorf: Der ländliche Raum ist eines meiner Hauptanliegen. In diesen Raum gehört auch das ehemalige Inforama Schwand. Wie aus den Printmedien zu erfahren war, bekam die Bio Schwand AG den Zuschlag. Hat der Regierungsrat sicher gestellt, das die grösste Vereinigung in diesem Bereich, die Bärner Bio Bure, miteinbezogen werden und somit der Bio Schwand eine klare Ausstrahlung erfährt.

Andreas RickenbacherRegierungsrat Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor: Das Areal des ehemaligen Inforamas Schwand wurde öffentlich ausgeschrieben, und es wurde international nach Interessierten gesucht. Nach Sichtung der eingegangenen Offerten und Vorverhandlungen mit Interessenten wurde die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion beauftragt, mit dem bevorzugten Bewerber, der Bio Schwand AG, weitere Verhandlungen zu führen. Es war immer ein Ziel, das gesamte Schwand-Areal als Einheit zu erhalten und es langfristig im Baurecht an eine Organisation abzugeben. Die Bio Schwand AG hat im Zuge der Verhandlungen den Zuschlag erhalten. Der Einbezug weiterer Bio-Organisationen ist jetzt Sache der Bio Schwand AG. Da sich die Berner Bio Bauern für das Projekt Bio Schwand stark eingesetzt haben, geht der Regierungsrat davon aus, dass sie von der Bio Schwand AG gebührend miteinbezogen werden.

Paul Messerli: Erwünscht ist eine nationale Ausstrahlung, welche Position in diesem Zusammenhang hat die Bio Suisse.
Andreas Rickenbacher: Kontakte zwischen Bio Suisse und der Bio Schwand AG bestehen. Zudem hat die Bio Suisse den Kanton Bern angefragt, ob er befristet auf ein Jahr bereit wäre, einen Pilot-Lehrgang bei der Schulung von Landwirten mit Spezialisierung auf Bio-Landbau im dritten Lehrjahr im Schwand anzubieten. Diesem Begehren wurde zugestimmt. Das Inforama führt eine Klasse ab Herbst 2007 am Standort Schwand als Idealklasse. Der Lehrgang wird einen relevanten Beitrag zur nationalen Ausstrahlung dieses Zentrums leisten.

Paul Messerli: Der landwirtschaftliche Betrieb war zur Verpachtung ausgeschrieben. Welche Vorkehrungen hat der Regierungsrat getroffen, dass die gesamte Bio Bewegungen sich darin finden kann.
Andreas Rickenbacher: Momentan laufen Verhandlungen zwischen der BVE und der Bio Schwand AG betreffend Baurechts- und Pachtvertrag für den Gutsbetrieb. Das zukünftige Bewirtschaftungskonzept obliegt aber der Bio Schwand AG. Der Regierungsrat geht davon aus, dass sich die gesamte Bio-Bewegung in diesem Zentrum wiederfindet.