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Das Projekt Bio Schwand
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Bio Schwand hat in den vergangenen zwei Monaten wesentliche Entwicklungsschritte unternommen. Der Verwaltungsrat der Bio Schwand AG steht kurz vor der Erweiterung mit kompetenten Persönlichkeiten. Mit den Verantwortlichen für den Landwirtschaftsbetrieb wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Die Finanzierung für den Erwerb der landwirtschaftlichen Gebäude ist einen Schritt weiter gekommen.  Verschiedene Projekte, die an der Schwand Fuss fassen wollen, sind startklar, andere haben einen anderen Standort gefunden. Unsicherheit schafft die nach wie vor hängige Zonenplanänderung.

Erweiterung des Verwaltungsrats der Bio Schwand AG


Um die fachlichen Kompetenzen und die Abstützung des Projekts zu verbreitern, ist der Verwaltungsrat der Bio Schwand AG daran, der bevorstehenden Generalversammlung eine Erweiterung des VRs vorzuschlagen. Zugesagt hat bereits einer der schweizweit und international bekanntesten Biomarkt- und Biomarketing-Fachleute. Ausserdem konnte ein Architekt einer schweizweit tätigen Baumanagement-Beratungs-unternehmung gewonnen werden, der u.a. in Bern verschiedene bekannte, anspruchsvolle Grossprojekte leitet. Interesse zeigt schliesslich ein in schweizerischen Fachgremien massgeblich mitarbeitender Berner Biobauer. Diese VR-Besetzung ist ein Zeichen für die schweizweite Ausstrahlung, die das Projekt heute schon hat. Die Namen der neuen Verwaltungsräte werden nach ihrer Wahl bekannt gegeben.

Neuorganisation des Bio Schwand-Projektmanagements

Zur Zeit haben die Entwicklungen im Bereich Ausbildung / Gewerbe einerseits und Landwirtschaft andererseits die grösste Bedeutung beim Aufbau des Projekts Bio Schwand. Um der Bedeutung dieser beiden Bereiche gerecht zu werden, bilden die Bio Schwand AG einerseits und Barbara und Andreas Steinemann andererseits eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE - im Sinne einer einfachen Gesellschaft; zu Pachtbeginn wird diese Beziehung durch ein Pachtverhältnis abgelöst. B. und A. Steinemann haben langjährige Erfahrung mit der Führung eines Landwirtschaftsbetriebs in einem grösseren institutionellen Zusammenhang.)

Innerhalb der ARGE sind Matthias Wiesmann für die Bereiche Ausbildung / Gewerbe und Andreas Steinemann für die Landwirtschaft operativ verantwortlich. Alfred Schädeli betreut weiterhin die Bereiche Kommunikation und Veranstaltungen.

Erwerb des Baurechts an den landwirtschaftlichen Gebäuden

Die Bio Schwand AG konnte die CoOpera Sammelstiftung PUK, welche bereits Vertragspartnerin beim Kauf der nichtlandwirtschaftlichen Gebäude ist, davon überzeugen, auch die landwirtschaftlichen Gebäude zu kaufen. Der Kanton verlangt einen sogenannten Verkehrswert, der weit über dem Preis liegt, der durch die wirtschaftliche Tätigkeit des Betriebs getragen werden kann. Durch die Aktivitäten der Bio Schwand AG wurde eine grössere private Schenkung in Aussicht gestellt. Es bleibt eine Finanzierungslücke von etwa einer halben Million Franken. Auch dafür ist eine Finanzierung in Aussicht, die aber zu amortisieren ist. Also braucht es noch grosse Anstrengungen (Schenkungen, grössere zinslose Darlehen), um die Lücke zu schliessen. (Ein Scheitern des Kaufs der landwirtschaftlichen Gebäude hätte das Scheitern des Bio Schwand-Projekts zur Folge.)

Projekte startbereit

An der Mitgliederversammlung des Vereins Bio Schwand Anfang November wurden verschiedene Projekte vorgestellt. Einige sind in den Startlöchern. So zum Beispiel das Projekt Kompostwurm-Farm von Jean-Denis Godet. Der produzierte Wurmhumus wird als Substrat und Aussaaterde eingesetzt. Aufgrund der Nachfrage ist ein Ausbau der bereits bestehenden Produktion dringend.

Reizvoller für das Auge sind die Essbaren Blüten, welche in der (gehobenen) Gastronomie, aber auch im Detailhandel abgesetzt werden. Auch diese werden bereits produziert. Der Umzug zu Bio Schwand ist ein wichtiger, ebenfalls dringender Ausbauschritt.

Startklar ist schliesslich das Sozialunternehmen Arbeitsplätze Bio Schwand, welches das Ziel hat, Arbeitsplätze mit Begleitung zu vermitteln, nicht nur für die umliegenden heilpädagogischen Einrichtungen oder Psychiatrie, sondern auch für Erwerbslose und zur Wiedereingliederung. Kontakte mit den verschiedenen Institutionen und der Gemeinde Münsingen bestehen.

Ein im November vorgestelltes Projekt musste leider aus der Liste gestrichen werden: SwissBioColostrum. Aus eigenem Erleben und Erleiden kennt Bio Schwand die Entscheid-blockierende Schwierigkeit andauernder Unsicherheit (siehe unten). In diesem Fall musste sich der Unternehmensgründer nach wochenlangem Warten auf einen Entscheid der Berner Wirtschaftsförderung für den ursprünglich vorgesehenen Standort Zug entscheiden, nachdem Bio Schwand selber keine Sicherheit geben konnte. 

Zonenplanänderung

Die andauernde Unsicherheit hängt mit der Zonenplanänderung zusammen. Mit Sorge beobachtet die Bio Schwand AG die Entwicklungen in diesem Bereich. Weil der Kanton die Forderungen nach Mehrwertabschöpfung der Gemeinde nicht akzeptierte, traten – durch Verhandlungen - erhebliche Verzögerungen ein, welche das Bio Schwand-Projekt in permanenter Unsicherheit lassen und anstehende Entscheidungen blockieren. Schliesslich wurde zwischen den Exekutiven ein Schiedsverfahren vereinbart. Der Schiedsspruch wird in den nächsten Wochen erwartet und ist für die Exekutiven der beiden Gemeinwesen bindend  – nicht aber für das Gemeindeparlament, welches nicht an den Schiedsspruch gebunden ist.