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Das Projekt Bio Schwand
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Neue Lösung für Gastronomie

Die Vatter Gastro AG, die seit November 2006 die Küche an der Bio Schwand als externe Produktionsküche für das Restaurant am Bärenplatz in Bern nutzt und für Kurse, Schulen und Tagungen an der Schwand kocht, muss den Standort Schwand auf Mitte Jahr aufgeben und fünf Mitarbeitenden kündigen. Eine Anschlusslösung ist gefunden und ermöglicht einen nahtlosen Übergang – natürlich in Bioqualität.

Am Anfang der externen Produktionsküche, die Vatter derzeit an der Schwand führt, stand ein Problem – und am Ende auch: Der Platzmangel in der Küche am Bärenplatz führte vor einigen Jahren zur Eröffnung eines zweiten Produktionsstandorts, zunächst in der Stadt, in relativ kurzer Distanz zum Bärenplatz, aber unter nicht sehr günstigen Voraussetzungen für den Betrieb. Ende 2006 bot Bio Schwand die Möglichkeit an, zu ähnlichen Mietbedingungen sehr viel mehr Platz und eine gut eingerichtete Küche zu nutzen.

Neben den Produktionsbedingungen war die Perspektive verlockend, als Teil eines grösseren Zusammenhangs von Landwirtschaft, Verarbeitungs- und Ausbildungsbetrieben eine Gastronomie entwickeln zu können, welche ganz andere Gäste bewirtet als im Stadtrestaurant. Diese zu erwartende Entwicklung hätte erlaubt, den zweiten Produktionsstandort besser auszulasten und selbsttragend zu gestalten.

Die seit weit über einem Jahr andauernde und nach wie vor nicht absehbare Auseinandersetzung zwischen Gemeinde Münsingen und Kanton Bern um Zonenplanänderung und Mehrwertabschöpfung macht unternehmerische Prognosen und Entscheide unmöglich. Während andernorts von Wirtschaftsförderung gesprochen wird, findet hier mit dem sich endlos hinziehenden Zonenproblem Wirtschaftsbehinderung statt. Die Vatter Gastro AG hat nicht die finanzielle Substanz, um lange Durststrecken durchzustehen und muss den Standort Schwand auf Mitte Jahr aufgeben. Fünf Mitarbeitenden (darunter Einwohner von Münsingen) musste gekündigt werden.

Bio Schwand mit den vielen Ausbildungs- und Tagungsgästen kann selbstverständlich nicht ohne leistungsfähigen Gastrobetrieb auskommen. Deshalb aktivierten wir unverzüglich bestehende Kontakte zur Branche und bereits können wir mit Genugtuung feststellen: der Weiterbetrieb der Küche ist gewährleistet. Natürlich fällt ein grosser Vorteil von Vatter weg: das grosse Produktionsvolumen. Mit kleinerem Volumen muss exakter geplant werden können. Allerdings dürfte es auch für die neuen Gastrounternehmer Möglichkeiten geben, mit externer Belieferung das Volumen zu erhöhen und eine kontinuierliche Auslastung zu gewährleisten.