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Der Stiftungsrat der CoOpera Sammelstiftung PUK entschied, bezüglich Bio Schwand-Projekt auf die Durchsetzung der Verträge gegenüber dem Kanton zu verzichten. Unter den veränderten Rahmenbedingungen zieht sich die Pensionskasse damit aus ihrem Engagement zurück. Mit diesem Entscheid ist dem Aufbau eines Biozentrums an der Schwand die Grundlage entzogen. Hoffnungsvolle Entwicklungen wie die schweizerische Bioschule, die sich an der Schwand angesiedelt hat, sind damit in Frage gestellt. Hauptursache ist die Prioritätensetzung des Kantons: die Wahl einer bestimmten Person als Pächter steht im Vordergrund, das Zustandekommen des Projekts eines Biozentrums ist von untergeordneter Bedeutung.
Am Mittwoch, 25. Juni entschied der Stiftungsrat der CoOpera Sammelstiftung PUK, bezüglich Bio Schwand-Projekt auf die Durchsetzung der Verträge gegenüber dem Kanton zu verzichten. Namentlich verzichtet sie auf die Durchsetzung des Rahmenvertrags und dessen Nachtrag, welche CoOpera den Kauf der landwirtschaftlichen Gebäude im Baurecht zugesichert hätten. Weiter verzichtet die CoOpera auf einen Vorschlag einer Verlängerung des Vorvertrags zum Baurecht der nicht-landwirtschaftlichen Gebäude. Eine solche Verlängerung hätte sich für die Fortführung des Bio Schwand-Projekts aufgedrängt, weil wegen der Verzögerungen in den Anpassungen des Zonenplans um eineinhalb Jahre Teile des Vertragswerks nicht mehr fristgerecht erfüllbar wären. Damit zieht sich die Pensionskasse unter den veränderten Rahmenbedingungen aus der Finanzierung der Anlage zurück. Mit diesem Entscheid ist dem Aufbau eines Biozentrums an der Schwand die Grundlage entzogen.
Den grundsätzlichen positiven Entscheid zur Investition in die Gebäude des Landwirtschaftsbetriebs fällte der Stiftungsrat bereits im März dieses Jahres. Damals sprach er sich für diese Investition aus und akzeptierte die Offerte des Amts für Grundstücke und Gebäude (AGG) für den Kauf sämtlicher landwirtschaftlicher Gebäude der Anlage in Baurecht.
Die CoOpera wünschte allerdings einen Stehbetrag, wie er auch für den Kauf der nicht-landwirtschaftlichen Gebäude vorgesehen gewesen war. Das war für den Kanton Grund genug, zu verbreiten, die CoOpera hätte die Offerte nicht akzeptiert. Deswegen und aufgrund von Unstimmigkeiten bezüglich der Unterstützung aus der Biobewegung (die seither ausgeräumt werden konnten) brach der Kanton die Verhandlungen zur Übernahme der landwirtschaftlichen Gebäude dann jedoch ab.rückte der Kanton damit vom Prinzip ab, der gesamte Schwand-Komplex müsse eine Einheit bleiben und in einer Hand weiterbetrieben werden, wie es der Regierungsrat in einem früheren Beschluss Ende 2006 noch postuliert hatte. bot der Kanton den Landwirtschaftsbetrieb einem Landwirt an, den die Bio Schwand AG vor einem Jahr abgelehnt hatte, u.a. weil sie die Kooperationschancen mit ihm negativ beurteilt hatte. Damit erklärte der Kanton das in einem Rahmenvertrag vereinbarte Recht der Bio Schwand AG, die künftige Pächtergemeinschaft zu bestimmen, einseitig für nichtig.
Mit dieser Vorgehensweise stellte der Kanton die Personalpolitik auf dem Landwirtschaftsbetrieb Schwand in den Vordergrund seines Handelns. Erste Priorität wurde der Frage beigemessen, welche Personen den Landwirtschaftsbetrieb in Zukunft bewirtschaften dürfen – alle anderen Aspekte, wie etwa der Aufbau eines Biozentrums mit nationaler und internationaler Ausstrahlung, waren für die zuständigen Ämter von untergeordneter Bedeutung.
Die Bio Schwand AG ist sehr betrübt darüber, dass mit diesem Vorgehen vielversprechende Entwicklungen, wie zum Beispiel der Aufbau der schweizerischen Bioschule, aufs Spiel gesetzt werden. In dieser Beziehung wurde in den eineinhalb Jahren Bio Schwand Pionierarbeit geleistet – auch für den Standortkanton Bern. Wir bedauern sehr, dass solche einzigartigen Bioprojekte, die dem Kanton Bern mit Bio Schwand gleichsam in den Schoss gefallen wären, nun nicht realisiert werden können.
Die Projektinitianten Heinz Iseli, Alfred Schädeli und Matthias Wiesmann setzen sich seit acht Jahren für die Förderung der biologischen Landwirtschaft in Münsingen ein – zuerst auf der Tägermatt, dem ehemaligen Gutsbetrieb des Psychiatriezentrums Münsingen (PZM), seit 2003 auf der Schwand. Ihr Engagement war mit grossen persönlichen Opfern verbunden. Nicht umsonst: Immerhin wurde auf der Tägermatt der grösste Landwirtschaftsbetrieb der Region auf Biolandbau umgestellt, der zweitgrösste wird folgen, sofern die Pläne des Kantons aufgehen.
Das ist nicht nichts! Angesichts der investierten Zeit, Kraft, Mittel und Herzblut und gemessen an den Zielen jedoch keine reiche Ernte.
Wir danken allen ganz herzlich, die uns auf diesem langen und beschwerlichen Weg begleitet und unterstützt haben!
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